Gemeinsam ein Zeichen gesetzt: Petition für den Erhalt des sozialen Netzes

Im Dezember 2025 haben wir gemeinsam ein starkes Zeichen gesetzt. Einen Monat lang lief unsere Petition bei mein #aufstehen in Form eines offenen Briefes an den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Anlass waren die vielfältigen Kürzungen und Einsparungen im sozialen Bereich, die nicht nur unsere Profession, sondern vor allem jene Menschen treffen, die auf ein stabiles, verlässliches soziales Netz angewiesen sind.

Mit der Petition wollten wir deutlich machen, dass soziale Sicherheit keine Verhandlungsmasse ist. Das soziale Netz ist ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft – es schützt, stabilisiert und ermöglicht Teilhabe. Kürzungen in diesem Bereich bedeuten reale Verschlechterungen für viele Menschen und erhöhen langfristig soziale Ungleichheit.

Am 7. Jänner 2026 wurde die Petition beendet. Mehr als 8.840 Menschen haben den offenen Brief unterzeichnet – ein Vielfaches unserer eigenen Mitgliederzahl. Diese hohe Beteiligung zeigt, wie viele Menschen von den aktuellen Entwicklungen betroffen sind und wie groß der gesellschaftliche Rückhalt für den Erhalt eines starken, menschenrechtskonformen Sozialsystems ist. Die Zahl ist auch deshalb beeindruckend, weil wir – abseits der von uns regelmäßig genutzten Newetzwerke – keine Medienarbeit geleistet haben, keine Pressekonferenzen gegeben haben und keine finanziellen Mittel für Bewerbung verwendet haben.

Sowohl von BM Korinna Schmann als auch von BP Alexander Van der Bellen haben wir auf unser Anschreiben wohlwollende und wertschätzende Antworten erhalten, die zeigen, dass unsere Anliegen gehört wurden. Korinna Schumann, die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentschutz bedankt sich für unser Engagement und unterstreicht die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts. Dieses Schreiben stellen wir hier als PDF zur Verfügung. Gleichzeitig ist uns bewusst: Diese Petition ist nur ein Schritt von vielen. Veränderungen im sozialen Bereich brauchen Ausdauer, Sichtbarkeit und kontinuierliches fachliches Einbringen.

Der obds wird sich weiterhin laut, fachlich fundiert und solidarisch für die Profession der Sozialen Arbeit einsetzen – und für faire, nachhaltige und menschenrechtskonforme Lösungen auf allen Ebenen. Denn ein starkes soziales Netz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von Engagement, Haltung und gemeinsamer Verantwortung.

Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich bei allen Unterzeichner*innen dieser Petition sowie bei allen Menschen, die auf vielfältige Weise sichtbar und hörbar machen, wie wichtig der Erhalt des sozialen Netzes in Österreich ist.

Gemeinsam bleiben wir dran!