Am 17.03.2026 fand – bei strahlendem, aber kaltem und windigem Wetter – die Kundgebung am Platz der Menschenrechte in Wien statt. Ca. 400 Personen – Studierende, Praktiker*innen, Forschende und Lehrende der Sozialen Arbeit sowie Vertreter*innen von Interessensvertretungen, Zivilgesellschaft und Politik waren anwesend. Danke an alle, die dabei waren! Gemeinsam haben wir gezeigt, wie bunt, vielfältig und geeint die Soziale Arbeit ist!
Das Motto des WSWD „Ziehen wir an einem Strang für ein Berufsgesetz für Soziale Arbeit“ war Programm. Dank der engen Kooperation mit Arbeiterkammer, Gewerkschaften, Fachgesellschaften sowie Ausbildungseinrichtungen wurde einerseits eine hohe Teilnehmer*innenzahl erreicht und andererseits auch österreichweit in überregionalen Medien (siehe Pressespiegel) über den Welttag der Sozialen Arbeit und die Forderung nach einem Berufsgesetz für Soziale Arbeit berichtet.
Der WSWD war damit nicht nur innerhalb der Fachcommunity, sondern auch weit darüber hinaus Thema. Organisationen und Stakeholder veröffentlichten Presseaussendungen, holten Mitarbeitende vor den Vorhang und posteten Bilder auf Social Media.
![{"remix_data":[],"remix_entry_point":"challenges","source_tags":[],"origin":"unknown","total_draw_time":0,"total_draw_actions":0,"layers_used":0,"brushes_used":0,"photos_added":0,"total_editor_actions":{},"tools_used":{},"is_sticker":false,"edited_since_last_sticker_save":false,"containsFTESticker":false}](https://obds.at/wp-content/uploads/cache/2026/01/Anna_Picsart_26-03-10_15-43-24-606-scaled/2030992814.jpg)
Die Kungebung
Die Redebeiträge (nachzuhören in Kürze auf unserem Youtube-Kanal) auf der Kundgebung nahmen alle auf das Kundgebungsthema „Berufsgesetz“ Bezug. Bundesministerin Korinna Schumann betonte die Systemrelevanz der Sozialen Arbeit und versicherte ihre Unterstützung zur Umsetzung eines Berufsgesetzes: „Wir brauchen die Länder dazu und wir brauchen den Druck der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.“ Sie berichtete, dass im Ministerium bereits an einem Gesetz gearbeitet wird. „Jetzt gilt es, gemeinsam den Weg freizumachen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Länder mit an Bord zu holen, aber ich bin mir sicher, dass auch in den Ländern klar ist, wie wichtig eure Tätigkeit ist. Bitte gehen wir den Weg gemeinsam!“
Auch Christoph Krenn, Vorsitzender des obds, ging auf die Notwendigkeit der Vernetzung und Kooperation ein, damit Soziale Arbeit bestmöglich wirksam sein kann. „Denn wenn wir wirklich „an einem Strang ziehen“, wenn Berufsverband, Interessenvertretungen, Wissenschaft und Ausbildung zusammenarbeiten, dann können wir nicht nur ein Berufsgesetz erreichen – sondern auch eine stärkere, sichtbarere und wirksamere Soziale Arbeit.“
Marianne Binder, Vorstandsmitglied des obds, wies auf die Bedeutung des gemeinsamen Verständnisses von Sozialer Arbeit in den Ausprägungen Sozialarbeit und Sozialpädagogik hin. „Lasst uns zeigen, dass Sozialarbeit und Sozialpädagogik gemeinsam an einem Strang ziehen – für ein starkes Berufsgesetz, für professionelle Standards und vor allem: für die Menschen, die auf unsere Kompetenz und unsere Haltung vertrauen.“
Erich Fenninger strich als Vertreter der Dienstgeber in der Sozialwirtschaft heraus, dass es auch im Interesse der Sozialorganisationen in Österreich ist, qualitätsvolle Dienstleistungen durch qualifizierte Fachkräfte anzubieten. „Je stärker die Soziale Arbeit ist, desto besser kann sie Menschen stärken!“ Ein Berufsgesetz bringe auch Rechtssicherheit mit sich und er appellierte, gerade „auf den letzten Metern“ vor der Beschlussfassung eines Berufsgesetzes sicherzustellen, dass die Gesetzesinhalte den Vorschlägen vom Berufsverband, den Fachgesellschaften und der Ausbildungseinrichtungen folgen und von anderen Interessen bereinigt wird. Er forderte Transparenz in den Entscheidungsprozessen ein.
Sandra Steiner als Vertreterin des Österreichischen Gewerkschaftsbunds forderte, dass, „endlich drin sein muss was drauf steht“ und betonte die Bedeutung eines Berufsgesetzes als Schutzinstrumentund die Wichtigkeit von gewerkschaftlichem Engagement und Solidarität.
Aaron Krenn & Rosa Becher, Studierende an der USTP, hoben in ihrem dialogischen Beitrag die Bedeutung eines Berufsgesetzes aus der Perspektive von Studierenden hervor und zeigten, wie Zuversicht und Verbundenheit gelebt werden kann. Sie stellten die Gegenfrage: „Warum kann es sich ein Sozialstaat leisten, auf ein Berufsgesetz zu verzichten?„
Für uns vom obds zeigt die Kundgebung einmal mehr:
Soziale Arbeit ist bunt, vielfältig und geeint. Die Grundhaltungen der Sozialen Arbeit wie Zusammenhalt, Solidarität, gelebte Beteiligung und das gemeinsame „Dranbleiben“ sind zentral – auch wenn es um das Berufsgesetz für Soziale Arbeit geht. Das Gesetz ist zentral für Fragen der Qualitätssicherung und der Rechtssicherheit – für die Personen mit denen wir arbeiten ebenso wie für uns als Berufsangehörige. Gemeinsam bleiben wir dran und werden unsere Forderung, solange vertreten, bis sie umgesetzt ist!





































































































