Tagungsprogramm BUTA 2024

HALTUNG.MACHT.SELBSTBEWUSST.
Ethische Standards der Sozialen Arbeit als Anker in stürmischen Zeiten.

TAGUNGSORT: Fachhochschule Salzburg, Urstein S 1, 5412 Salzburg (Keynotes auch im Livestream)

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt zu Tagungsbeginn!

Vormittag

11:00 bis 11:30 Anmeldung vor Ort
11:30 Tagungsauftakt:

Tagungsauftakt

N.N.

Begrüßung von Bundesminister und Sozialarbeiter Johannes Rauch per Videobotschaft

Videobotschaft von Joachim Cuthbert Mumba, President IFSW Global

Joachim Cuthbert Mumba, Präsident des Weltverbandes IFSW und Sozialarbeiter aus Zambia spricht über die Bedeutung von Ehtik für die Soziale Arbeit unter besonderer Berücksichtigung globaler Zuammenhänge.

Angaben zur Person:
Details zu Werdegang und Person hier.

Begrüßung durch die Gastgeber

Begrüßung durch die Vertreterinnen der beiden Veranstalter der Tagung der Fachhochschule Salzburg sowie des Österreichischen Berufsverbands der Sozialen Arbeit

Ana Radulescu und N.N.:
Statement from IFSW Europe

We are delighted to welome Ana Radulescu, then former president of IFSW Europe (2018 – 2024) and her successor in person to our conference. We are glad to listen to their perspectives on Ethics from their personal and professional experiences.

Statement will be held in English.

12:00 – 13:30 – Keynote 1:

Vortragende: Juliane Beate Sagebiel
Machtbewusstsein (M)macht selbstbewusste Profis

Abstract

Fragt man Fachkräfte der Sozialen Arbeit nach der Macht, oder wie sie damit umgehen, dann erntet man zumeist Erstaunen und Abwehr. Der Macht scheint etwas Unheimliches, Beängstigendes anzuhaften. Man sieht sich eher auf Seiten der Schwachen und Unterdrückten, die der Macht ohnmächtig ausgeliefert sind. Diese Einstellung verortet und bewertet Macht als etwas Schlechtes, was außerhalb der Sozialen Arbeit existiert. Dann ist es auf den ersten Blick verständlich, wenn die Fachkräfte sich auf Seiten der Guten sehen, die mit der Macht nichts zu tun haben, es sei denn als Ohnmachtserfahrung.

Doch welche Haltung verbirgt sich hinter diesen Aussagen, Macht als Gegensatz zur Hilfe zu denken – wobei der Begriff Hilfe allein schon ein Machtverhältnis impliziert? Es kann also nicht um die Frage gehen, wer die Guten und wer die Bösen sind, sondern es braucht eine kritische, differenzierte und theoretische Analyse von Macht und Ohnmachtsbeziehungen sowie ethischen Begründungen, wann und wie die Soziale Arbeit ihre eigenen Machtquellen wahrnimmt und sie verantwortungsvoll einsetzt. Denn die Soziale Arbeit hat Macht!

Und Macht ist besser als ihr Ruf in der Sozialen Arbeit. Sie wirkt gestaltend, ordnend, selbstbemächtigend ist produktiv und bildet die Grundlage jedes professionellen Beziehungsverhältnisses. Sie bestimmt das Denken, Wollen und Handeln der Adressat*innen und der Fachkräfte. Machtwirkungen zu erkennen, ihre Wirkungen einzuschätzen, Machtpotentiale aufzudecken und die eigenen Machtquellen verantwortungsvoll einsetzen zu können, bildet die Grundlage selbstbewussten und professionellen Handelns.

Dieser Vortrag will Lust auf eine Entdeckungsreise in das Land der Macht machen.

Angaben zur Person

Sagebiel, Juliane Beate, (em.) Prof.in Dr.in phil., Dipl. Sozpäd. (FH), Dip.-Päd.  Dr. phil.

Sozialarbeiterin, Professorin für Soziale Arbeit; Lehr- und Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Theorien der Sozialen Arbeit, Machttheorien, Gender und Digitalisierung, Antisemitismus

Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (Sektion Theorie, Fachgruppe Lehre); des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit und des Redaktionsteams der Zeitschrift Forum Sozial

Publikationen:

Juliane Sagebiel, Sabine Pankofer: Soziale Arbeit und Machttheorien. Reflexionen und Handlungsansätze. Lambertus Verlag GmbH

Peter Hammerschmidt / Juliane Sagebiel / Burkhard Hill / Angelika Beranek (Hrsg.): Big Data, Facebook, Twitter & Co. und Soziale Arbeit

Kontakt: Juliane.sagebiel@hm.edu bzw. Juliane.sagebiel@gmx.de

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Mittagspause & Austausch

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Nachmittag

14:30 – 15:00 – Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit (Arbeitstitel)

Text folgt

Abstract

Text folgt

Angaben zur Person

15:00 – 16:00 – aktuelle berufspolitische Entwicklungen und die Bedeutung ethischer Standards

Vertreter*innen von obds und AK – Abteilung Gesundheitsberufe und Pflegepolitik informieren über aktuelle Entwicklungen.

Abstract

Text folgt

Angaben zu Personen



Weiterführende Informationen

Kaffeepause & Austausch

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16:30 – 18:00 – parallele Workshops:

Workshop 1 – Bettina Pußwald:
Ethische Entscheidungsfindungen am Lebensende

Abstract

Das Lebensende ist für viele Betroffene wie auch An- und Zugehörige eine krisenhafte Phase höchster Unsicherheit, verbunden mit vielen Emotionen, Fragen und mitunter ungelösten Konflikten. Auch das Behandlungs- und Betreuungsteam wird immer wieder mit ethischen Fragen konfrontiert für die es keine standardisierten Lösungen gibt, sondern individuelle Abstimmungs- und Aushandlungs- sowie Reflexionsprozesse erforderlich sind. Was heute gutes Leben und gutes Sterben heißt, ist unklar, keineswegs eindeutig, sondern komplex und pluralistisch.

Ethische Fragestellungen ergeben sich bei lebensverlängernden Maßnahmen sowie medizinischen Therapiezielen. Damit einhergehend immer die Frage der Therapiefortführung bzw. der Therapieänderung oder des Therapieabbruchs. Es gilt aber auch Entscheidungen hinsichtlich psychosozialer Aspekte zur treffen. Welche Angelegenheiten sollten noch besprochen und geregelt werden? Welche Konflikte können noch in Angriff genommen und eventuell zu einer Lösung oder einer akzeptierenden Haltung geführt werden? Wie geht man damit um, wenn Betroffene ihre Situation nicht wahrhaben wollen, verdrängen und nicht annehmen können? Was wenn die betroffene Person selbst nicht mehr eindeutig entscheidungsfähig ist und es keine Verfügungen hinsichtlich Patient*innenwille gibt? Wie geht man mit Sterbewünschen um?

Entscheidungen rund um das Lebensende können oftmals nicht mehr revidiert werden und sind daher wohlüberlegt und unter Einbezug aller Beteiligten und Berücksichtigung aller relevanten Aspekte multiperspektivisch zu treffen. Um dies gewährleisten zu können, ist die Zusammenschau des multiprofessionellen Teams notwendig, Soziale Arbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Bei der Eruierung des mutmaßlichen Patient*innenwillens ist das Wissen der Sozialen Arbeit hinsichtlich Biografie und/oder geäußerten Willensbekundungen aufschlussreich.  

Hilfreich für ethisch schwierige Fragestellungen und Entscheidungen ist ein strukturiertes, reflektiertes Vorgehen, wie dies durch die klinische Ethikberatung ermöglicht wird.

In diesem Workshop sollen verschiedene ethische Fragestellungen erörtert werden, handlungsleitende Grundsätze besprochen und Instrumente der Bearbeitung, wie die ethische Fallbesprechung und das METAP Modell vorgestellt werden.

Angaben zur Person

Bettina Pußwald, MSM, DSA

Sozialakademie Graz; Fachhochschule Campus Wien Masterstudium Sozialmanagement (MSM); Universitätslehrgang „Beratung, Betreuung und Koordination in psychosozialen Einrichtungen“ an der Universität Klagenfurt; Intensiv-Aufbaulehrgang „Psychosozial-Spirituelle Palliative Care“, Paracelsus Universität Salzburg; Ausbildung „Klinische Ethikberatung“ KAGes; seit 2018 Mitglied des klinischen Ethikbeirates am LKH-Verbund Hartberg/Fürstenfeld/Feldbach.

Berufliche Tätigkeitsfelder: Arbeitstraining für psychisch kranke Mensch „Pro mente“; Alkohol- und Drogentherapiestation, Grünen Kreis; seit 2006 im mobilen Palliativteam Fürstenfeld/Feldbach.

Im Vorstand der Österreichischen Palliativgesellschaft und Leitung der Arbeitsgruppe „Palliativsozialarbeit“; Mitglied OGSA, Arbeitsgemeinschaft Altern und Soziale Arbeit

Vortragende für Palliativsozialarbeit im interprofessionellen Palliativbasislehrgang Graz und am Intensiv-Aufbaulehrgang in Salzburg.

Buch: „Angehörige in der Palliative Care. Unterstützung, Begleitung und Beratung.“ Facultas Verlag, Wien.

Kontakt: 03382/506-2461 und bettina.pusswald@kages.at

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Workshop 2 – Erich Fenninger:
Ethische Verantwortung von Organisationen (Arbeitstitel)

Abstract

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Angaben zur Person

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Workshop 3 – Antje Lewis:
Sich selbst hören in der Beratung mit Menschen, die noch Deutsch lernen. Ein gemeinsamer Strategie-Workshop.

Abstract

Warum funktioniert es mal besser, mal schlechter, in der Kommunikation mit Menschen, die noch Deutsch lernen?

In der Sozialen Arbeit ist der Kommunikationserfolg von entscheidender Bedeutung für die Menschen mit denen wir arbeiten, doch bei der Begegnung unterschiedlicher Sprachen steht uns nur selten eine kompetente Sprachmittler*in bei. „Wir“ selbst sind unkommentierterweise auffallend selten „anders“, weder sprachlich noch kulturell. Wir verhelfen uns also mit Hand und Fuß sowie diversen Apps, sowie mit viel Intuition und Kreativität – und nicht zuletzt etwas G*ttvertrauen, dass es wenigstens halb so gut gelungen ist, wie wir glauben.

Im Workshop stellen wir uns gemeinsam die Frage: Wodurch gelingt uns den herausfordernden kommunikativen Brückenschlag? Woran erkennen wir einen Erfolg? Was haben wir bewusst gelernt und uns angeeignet? Was machen wir aus dem Gefühl heraus, und wie wichtig ist das eigene Sprachgefühl? Könnten auch angehende Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen besser gerüstet in die Arbeit einsteigen?

Wir beginnen mit einem sehr kurzen Input zu Begriffen aus der Linguistik, sowie zu zwischensprachlichen Tools und Themen der interkulturellen Kommunikation.

Wir stellen uns gemeinsam die Frage: Wie gelingt die Versprachlichung und die Vermittlung von unserem bewussten und intuitiven Kompetenz?

Am Ende fragen wir: Gelingt es uns, ein erstes Konzept für die Vermittlung unserer Ansätze und Ressourcenwissen zu entwerfen? In welchem Rahmen könnten wir fortsetzen?

Angaben zur Person

Antje Haussen Lewis: Aktivistin mit bescheidenem Erfolg, Sozialarbeiterin und Ausländerin seit 1988 in Wien, davor England und USA. Praxis vorwiegend in der Wohnungslosenhilfe. Erfahrung in der Hochschullehre zu den Themen: Methoden, Beratung, Theorien Sozialer Arbeit. Besondere Interessen: Kritische Praxis, Koproduktives Dokumentieren, und Lebendige Interkulturalität in der Profession.

ahl@gmx.at

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Workshop 4 – Marc Elwischger:
Der datenschutzkonforme Berufsalltag für Berufsangehörige der Sozialen Arbeit

Abstract

Beim Thema Datenschutz geht es vor allem um den Schutz der Privatsphäre der betreuten Personen. In der Praxis kommt es dabei oftmals zu Unsicherheiten über die Zulässigkeit von einzelnen Betreuungsmaßnahmen, vor allem in den Bereichen Auskunfts-, Melde- und Verschwiegenheitspflichten gegenüber anderen Stellen wie Gerichten, Verwaltungsbehörden sowie Vor-, Mit- und Nachbehandelnden aus dem Gesundheits- und Sozialbereich: Wem gegenüber darf/muss ich Auskunft über meine betreuten Personen geben, wem gegenüber nicht? Welche Stellen müssen wiederum mir gegenüber Auskunft erteilen? Welche Umstände muss ich von mir aus an welche Stelle melden? Nach einer kurzen Einführung in die Grundbegriffe und wichtigsten Anforderungen des Datenschutzes wird im Rahmen des Workshops zunächst ein möglicher Lösungsweg vorgestellt, der es auch Nichtjurist*innen ermöglichen soll, sich in kurzer Zeit ein erstes, grobes Bild zur Zulässigkeit der angeforderten Maßnahme(n) zu machen. Hierbei geht es in erster Linie darum, sich einen effizienten Weg durch den Gesetzesdschungel zu bahnen. Im Anschluss werden dann in Kleingruppen kurze, praxisnahe Fälle anhand des vorgestellten Lösungswegs aufbereitet, der großen Runde präsentiert und dann gemeinsam besprochen.

Angaben zur Person

Mag. Marc Elwischger, CIPP/E betreut für die x-tention Informationstechnologie GmbH seit April 2020 u.a. Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich als externer Datenschutzbeauftragter.

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Kontakt: marc.elwischger[a]x-tention.at

Workshop 5 – Melanie Ehring
Ethische Fragen in der Gefährdungsabklärung professionell bearbeiten

Abstract

In der Abklärung und Entscheidung über Kindeswohlgefährdungen bearbeiten Sozialarbeitende stets ethische Fragestellungen mit. Konkret sind die Dilemmata zwischen Eltern- und Kinderrechten und Kindeswohl vs. Kinderrechten zu nennen. Welche (moral-) philosophischen Überlegungen leiten unser Handeln bzw. sollen es leiten? Wann ist ein Eingreifen ethisch legitim, wann nicht, oder allgemeiner formuliert: Worin besteht die ethische Legitimation von Zwang in diesem Kontext? Bei Vernachlässigung ist beispielsweise oft eine fachliche Verständigung darüber notwendig, ob diese noch ambulant bearbeitbar ist und wann ein Einschreiten notwendig ist. Auch stellt sich die Frage nach der Kooperation – ist eine mangelnde Zusammenarbeit ein Abnahmegrund? Was tun, wenn unterschiedliche Interpretationen zwischen Fachkräften oder gar zwischen Fachkraft und Leitung vorliegen? Oder wenn die vorhandenen Plätze nicht vorhanden sind, um angemessene Hilfe anzubieten?

Manchmal erscheint es schwierig, in der Praxis „ethisch richtig“ zu handeln, vor allem, wenn der Ressourcen- und/ oder Zeitdruck zu pragmatischen Entscheidungen drängt. Dennoch gilt es, unter den gegebenen Bedingungen richtige, also ethisch legitimierbare Entscheidungen zu treffen. Hier bieten sich u.a. Methoden der ethischen Fallberatung und ethischen Entscheidungsfindung an, die auch in der Dokumentation Eingang finden können. Welche Methoden und unterstützende Herangehensweisen angewandter Ethik können dabei in der Praxis hilfreich sein? Der Workshop bietet einen überblickartigen Input, der sich an aktueller Literatur orientiert und diese mit Beispielen aus Praxis und Lehre sowie Forschung in Verbindung bringt. Darüber hinaus gibt es Raum für eigene Praxisbeispiele der Teilnehmenden und für gemeinsamen Austausch.

Angaben zur Person

Melanie Ehring ist Sozialarbeiterin (BA, MA) mit jahrelangen Erfahrungen in der Wiener Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendarbeit. Sie forschte in der Kinder- und Jugendhilfe Hamburg und leitet zum zweiten Mal eine studentische Forschungswerkstatt. Seit 2023 ist sie hauptberuflich Lehrende an der FH Campus Wien mit dem Schwerpunkt Ethik.

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Workshop 6 – Markus Pausch
Demokratieentwicklung durch Soziale Arbeit?

Abstract

Die Soziale Arbeit erfüllt viele gesellschaftlich relevante Aufgaben. Dazu zählt auch die Stärkung der Demokratie in ihren verschiedenen Facetten. Durch Empowerment und Partizipation werden Menschen darin gestärkt, sich ins gesellschaftliche Leben und potenziell auch in die Politik im engeren Sinne einzubringen. Die Soziale Arbeit trägt dazu bei, Demokratie-Kompetenzen von Individuen und Gruppen zu stärken, die im politischen Entscheidungsprozess oft benachteiligt sind. Darüber hinaus setzt sie sich für mehr Gerechtigkeit ein, ist in der Prävention anti-demokratischer Phänomene aktiv, stärkt Partizipationserfahrungen in Schulen und der offenen Jugendarbeit usw. Dennoch wird diese wichtige Rolle der Sozialen Arbeit für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Demokratie vom Staat nicht ausreichend gewürdigt und daher auch nicht mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet. In diesem Workshop sollen die vielfältigen Leistungen der Sozialen Arbeit für die Demokratie sichtbar gemacht, Methoden diskutiert und systematisiert werden, um danach Schlussfolgerungen für die politische Rolle der Sozialen Arbeit in einer krisenhaften Demokratie zu besprechen. 

Angaben zur Person

Markus Pausch ist Politikwissenschaftler am Department für Angewandte Sozialwissenschaften der FH Salzburg. Seine Themenschwerpunkt sind Demokratie-Entwicklung, Partizipation und Demokratie-Bildung.

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Workshop 7 – Bettina Mair-Maurer
Was hat eine Torte mit Ethik und Nachhaltigkeit zu tun? 

Abstract

In der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielen Nachhaltigkeit und ethische Standards eine bedeutende Rolle. Diese Aspekte sind entscheidend, um eine positive und verantwortungsbewusste Entwicklung bei jungen Menschen zu fördern.

Einige Schlüsselaspekte in diesem Zusammenhang sind Bewusstseinsbildung sowie Partizipation. Workshops und Projekte, die die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt und die Gesellschaft beleuchten, generieren ein Bewusstsein für ethische Fragen und soziale Verantwortung. Aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Gruppenprozessen fördert Verantwortungsbewusstsein und die Entwicklung demokratischer Werte. Ökologische Projekte ermöglichen konkrete Erfahrungen nachhaltig zu Handeln.

Die Integration von Nachhaltigkeit und ethischen Standards vor allem in der sozialpädagogischen Arbeit tragen dazu bei, eine Generation von jungen Menschen heranzubilden, die sich ihrer Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft bewusst sind und die Fähigkeiten besitzen, aktiv zu einer nachhaltigen und ethisch vertretbaren Zukunft beizutragen.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es besonders wichtig, über Nachhaltigkeit und ethische Standards nachzudenken, ohne einfach nur Standards auswendig zu lernen. Der Fokus sollte darauf liegen, eine persönliche Haltung zu diesen Themen zu entwickeln.

Kreative Denkmethoden, wie freies Assoziieren und die Verwendung von Bildern, können dabei helfen, diese persönliche Haltung zu entdecken. Der Einsatz dieser kreativen Methoden fördert nicht nur ein tieferes Verständnis, sondern ermöglicht es den Teilnehmenden auch, ihre persönlichen Einstellungen zu reflektieren und zu artikulieren. Dieser Ansatz trägt dazu bei, dass Nachhaltigkeit und ethische Standards nicht nur als abstrakte Konzepte wahrgenommen werden, sondern als relevante und persönlich bedeutungsvolle Prinzipien in der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Angaben zur Person

Mag. Bettina Mair-Maurer

Sozialpädagogin und Psychologin

Lehrende am Institut für Sozialpädagogik

Studienleiterin des Bachelorstudiums Sozialpädagogik an der KPH Edith Stein

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Workshop 8 – Fabian Matthias Kos
Ethisch entscheiden in der Sozialwirtschaft? Orientierungspunkte für das mittlere Management

Abstract

Sozialwirtschaftliche Organisationen sind mit einer Fülle von normativen Ansprüchen konfrontiert: Sie sollen sich am Gemeinwohl orientieren und den Bedürfnissen ihrer Klient*innen zuwenden, gleichzeitig kosteneffizient handeln und die konkreten Wirkungen ihrer Dienste nachweisen. Nicht immer jedoch lassen sich diese unterschiedlichen Erwartungshaltungen problemlos miteinander in Einklang bringen. Die Frage „Wie soll ich handeln?“ nimmt vor diesem Hintergrund eine besondere Rolle in der sozialwirtschaftlichen Praxis ein. Das gilt auch und gerade für Beschäftigte im mittleren Management, die den Arbeitsalltag aufgrund ihrer Sandwichposition sowohl aus Mitarbeiter*innen- als auch aus Führungssicht kennen. Im Rahmen des interaktiven Workshops werden wir uns mit verschiedenen Strategien auseinandersetzen, die den Umgang mit ethisch komplexen Entscheidungssituationen im beruflichen Umfeld erleichtern. Nach einem theoretischen Input zum Erkennen und Beschreiben moralischer Spannungsfelder, widmen wir uns gemeinsam konkreten Fallbeispielen aus der Praxis. Darauf aufbauend diskutieren wir schließlich, welche Schritte gesetzt werden können, um eine ethisch sensible Führungs- und Unternehmenskultur innerhalb sozialwirtschaftlicher Organisationen zu fördern.

Angaben zur Person

Fabian Matthias Kos, BSc MA MA

Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen (ifz) in Salzburg. Lehrbeauftragter für den Studiengang Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit an der FH Campus Wien. Träger des Erika-Stubenvoll-Preises 2023.

Kontakt: fkos@ifz-salzburg.at; fabian.kos@edu.fh-campuswien.ac.at

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Workshop 9 – Maria Rösslhumer:
Aktive Nachbarschaft stoppt Gewalt an Frauen durch „StoP Stadtteile ohne Partnergewalt“

Abstract

Gewalt an Frauen ist eine der größten Krisen unserer Demokratie. Es wirkt sich schädigend auf die gesamte Gesellschaft aus. Das Ausmaß ist gravierend, die vielen Femizide und Mordversuche sind nur die Spitze des Eisbergs und sind Ausdruck einer tiefsitzenden patriarchalen Frauenfeindlichkeit und Männerhass an Frauen. Das Nachbarschaftsprojekt StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Gewaltprävention. Durch die aktive Mitwirkung der Zivilgesellschaft kann Partnergewalt und häusliche Gewalt an Frauen und Kindern präventiv eingedämmt werden. StoP ist aufsuchende soziale Arbeit und eine Ergänzung zur bestehenden Gewaltschutzarbeit. Die Zielgruppen bei StoP sind Nachbar*innen und Multiplikator*innen aller Altersgruppen, Nationalitäten, Geschlechter und Religionen. Mit den Frauen- und Männertischen, aber auch aktivierenden Gesprächen an Wohnungstüren und Parks etc. werden Menschen ermutigt und befähigt, Zivilcourage gegen Partnergewalt auszuüben. Das StoP-Konzept wurde von Prof.in Sabine Stövesand an der HAW in Hamburg konzipiert und wird seit 2019 vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF in Österreich koordiniert. Mehr Informationen finden Sie unter www.stop-partnergewalt.at

Angaben zur Person

Mag.a Maria Rösslhumer, Politikwissenschaftlerin, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222 555) und Onlineberatung www.haltdergewalt.at, von 1997-2017 Geschäftsführerin des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe), des Europäischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings und Mitgründerin des Vereins OBRA (ONE BILLION RISING AUSTRIA), Vorstandsmitglied von MAMANET Austria, Trainerin, Gender- und Gewaltexpertin. www.aoef.at, Gesamtkoordination und StoP-Österreich www.stop-partnergewalt.at, Vorstandsmitglied von StoP International e.V.

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Workshop 10 – Nina Fischer:
Titel

Abstract

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Angaben zur Person

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Mit dem Ende der Workshops endet auch der erste Tagungstag an der FH Salzburg. Die Abendveranstaltung findet in der Stadt Salzburg statt.

Abendveranstaltung ab ca. 20:00

folgt

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Vormittag

9:30 – 09:45 Auftakt Tag 2:

Eröffnende Worte

Begrüßung der Anwesenden

09:45 – 11:00 – Keynote 2:

Stephan Sting & Birgit Bütow
Soziale Arbeit im Spannungsfeld von politischer Positionierung und sozialpädagogischer Professionalität

Abstract

Neben Fachwissen und fundierter Ausbildung erfordert Professionalität in der Sozialen Arbeit spezifische Haltungen, die sich zum einen auf die sozialpolitische Positionierung und zum anderen auf die Arbeit mit den Adressat:innen beziehen. In sozialpolitischer Hinsicht ist eine eindeutige Orientierung an menschenrechtlichen Grundprinzipien, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit notwendig, die Respekt vor Menschen in schwierigen Lebenslagen und Situationen der Benachteiligung verlangt. In sozialpädagogischer Perspektive geht es demgegenüber um eine reflexive Haltung, die mit Uneindeutigkeiten und Ungewissheiten rechnet und auf Dialog, Co-Produktion und Partizipation sowie auf (transformatorische) Bildung setzt. Das daraus resultierende Spannungsfeld soll in seiner historischen Entwicklung am Beispiel sozialpädagogischen Handelns nachgezeichnet werden.

Anhand von wichtigen Entwicklungslinien des „pädagogischen Takts“ (Herbart) und der „pädagogischen Kunst“ (Nohl) sowie des Wirkens von Aichhorn (Subjektorientierung in der Arbeit mit schwererziehbaren Jugendlichen) und Bernfeld in Bezug auf die Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse sollen wesentliche, die Sozialpädagogik bis in die Gegenwart kennzeichnende Orientierungen für das professionelle Handeln herausgearbeitet werden. Gleichzeitig nehmen wir exemplarisch Bezug auf die gemeinsam von Fachkräften aus Theorie und Praxis, aus Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik und Sozialarbeit unter dem Dach der FICE-Austria diskutierten und entwickelten Fachstandards der stationären Kinder- und Jugendhilfe, um zu verdeutlichen, dass es gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um die Herausforderungen der wachsenden, komplexen Problemlagen von Adressat:innen professionell zu meistern und gesellschaftspolitische Entwicklungen kritisch zu begleiten.

Angaben zu den Personen

Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow ist Professorin für Sozialpädagogik, Beratung und Intervention an der Universität Salzburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in historisch-systematische Aspekten von Kinder- und Jugendwohlfahrt bzw. Kinder- und Jugendhilfe; Gender- und Biografieforschung sowie Geschichte der Sozialpädagogik in Österreich. Jüngere Arbeiten beziehen sich auf biografische Erfahrungen von Care Leavern in Österreich.

Kontakt: birgit.buetow@plus.ac.at

Univ.-Prof. Dr. Stephan Sting ist Professor für Sozialpädagogik am Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Sozialpädagogik des Kindes- und Jugendalters, sozialpädagogische Bildungstheorie und Soziale Arbeit und Gesundheit. Jüngere Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Situation von Care Leavers und mit Sozialraumanalysen im ländlichen Raum.

Kontakt: Stephan.Sting@aau.at


Kaffeepause & Austausch

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11:30 – 13:00 – parallele Workshops:

Workshop 11 / Teil 1 – Bernard Mayaka:
How the philosophy of Ubuntu may contribute to ethical standards and on dealing with ethical challenges of Social Work practise

Abstract

The workshop delves into Ubuntu philosophy which embodies principles of interconnectedness, respect, collective responsibility, and reconciliation. Ubuntu, therefore, can enrich ethical standards and guide social workers in addressing ethical challenges within their practice based on its principles that enhance wholistic and humanistic approach in promoting antifragility of communities.

The current world calls for social workers to enhance their ethical practice by prioritizing the well-being of communities, valuing the inherent dignity of individuals, and fostering cultural sensitivity, inclusivity, and respecting diversity. This workshop explores how Ubuntu offers a framework for navigating ethical challenges, such as issues of social justice, cultural competence, client autonomy among other for the wellbeing of the society. Ubuntu principles emphasises on embracing and foster meaningful relationships, promote restorative justice, and advocate for systemic change, advancing ethical practice and contributing to positive social transformation. An important aspect for a sustainable eco-social world calls for practitioners integrating Ubuntu into their practice to enhance ethical standards and promote holistic well-being within modern diverse communities.

Angaben zur Person

Mayaka is a Social work practitioner, trainer and currently servicing at the IFSW secretariat as well as train international social workers at HAN in the Netherlands. His interests are ubuntu, ethics, indigenous perspectives and its impact at the global level.

Kontakt: bernard.mayaka@ifsw.org or bernard.mayaka@han.nl

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Workshop 12 / Teil 1 – Birgit Bütow, Amancay Jenny, Anna-Maria Penetsdorfer
Gelingende(re) Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Abstract

Kinder und Jugendliche haben umfassende Rechte auf Begleitung und Unterstützung in ihrem Aufwachsen in unserer Gesellschaft, insbesondere jene, die nicht in ihrer Familie leben können und daher in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht sind. Oft handelt es sich dabei um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, die in solchen Einrichtungen nicht nur einen Schutzraum haben, sondern ihren Alltag gestalten und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bekommen sollten.

Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe finden ein komplexes und dynamisches Handlungsfeld vor, das zunehmend von prekären und komplexen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Umso wichtiger erscheint es, in diesem Kontext eine kritische und offene Auseinandersetzung mit der Bedeutung der professionellen Haltung zu ermöglichen.

Dabei wird „Partizipation“ wird an dieser Stelle zu einer Schlüsselfigur – als ethisches Grundprinzip einer professionellen Handlungsorientierung zum einen, sowie als „Qualitätsmaß“ für die Praxis zum anderen (vgl. FICE, 2019). Doch oft verkommt Partizipation in der (sozial-) pädagogischen Praxis zu einer formalistischen Leerformel, die gerade sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht erreicht. Oft mündet die generationale Differenz zwischen Kindern bzw. Jugendlichen und erwachsenen Fachkräften in einen wohlmeinenden Paternalismus. Ebenso wird Partizipation oft als allgemeingültiger „Königsweg“ verhandelt – ohne dabei differenzierte Betrachtungen von (notwendigen) Grenzen zu zulassen.

Der Workshop setzt hier an und greift die Frage nach den (Aus-)Verhandlungen von Partizipationsmöglichkeiten im Kontext von Wohngemeinschaften auf und diskutiert anhand von empirischem Material aus einem Forschungsprojekt die Bedeutung von Partizipation für eine professionelle Haltung. Dabei stehen die Perspektiven und Erfahrungen von Jugendlichen in Fremdunterbringung im Vordergrund, die im Rahmen von Gruppendiskussionen erhoben worden sind. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen Rahmungen, Grenzen und Möglichkeiten von Partizipation ausgelotet und in Bezug zur professionellen Haltung gesetzt werden.

Angaben zu Personen

Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow ist Professorin für Sozialpädagogik, Beratung und Intervention an der Universität Salzburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in historisch-systematische Aspekten von Kinder- und Jugendwohlfahrt bzw. Kinder- und Jugendhilfe; Gender- und Biografieforschung sowie Geschichte der Sozialpädagogik in Österreich. Jüngere Arbeiten beziehen sich auf biografische Erfahrungen von Care Leavern in Österreich. Kontakt: birgit.buetow@plus.ac.at

Univ.-Ass. Amancay Jenny ist Dissertantin in der AG Sozialpädagogik der Universität Salzburg. Soziale Ungleichheiten, Fragen zu Gender sowie verschiedene Formen der gesellschaftlichen Beteiligung sind zentrale Themen in ihrer Arbeit. Zudem beschäftigte sie sich in verschiedenen Forschungsprojekten mit Problemlagen von Jugendlichen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe. Kontakt: mariaamancay.jenny@plus.ac.at

Anna-Maria Penetsdorfer, MA ist Projektmitarbeiterin der AG Sozialpädagogik der Universität Salzburg. Sie beschäftigt sich mit Fragen zu Geschlechter*gerechtigkeit sowie auch mit der historischen Entwicklung der Kinder- und Jugendwohlfahrt in Salzburg. Aktuell arbeitet sie an einem Projekt zur Aufarbeitung von Gewaltvorkommnissen an einer Schule für hör- und sehbehinderte Kinder und Jugendliche. Kontakt: annamaria.penetsdorfer@plus.ac.at

Weiterführende Informationen

Workshop 13 / Teil 1 – Bernhard Rubik und Irene Reismüller
Wohnungssicherung: Lieber daheim bleiben.

Abstract

Eine Wohnung ist ein Schutzraum. Wohnen zu können ist eine bedeutende Voraussetzung für Teilhabe an der Gesellschaft und der Entfaltung eines Menschen. (Schöber, 2023, S.14) Das Sozialministerium (BMSGPK, 2021) schreibt: „Obdachlosigkeit ist eine der schlimmsten Formen von Armut, denn Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Obdachlosigkeit hat massive soziale, psychische und gesundheitliche Folgen für die Betroffenen; obdachlose Männer sterben im Durchschnitt um 20 Jahre früher.“ Das entspricht dem Verlust von 25% Lebenszeit.[1]  In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist in Artikel 25.1 das Recht auf Wohnen festgeschrieben. (Vereinte Nationen Generalversammlung, 1948). Aus menschenrechtlicher Perspektive lässt sich ein Recht auf Hilfe zur Wohnungssicherung als Teil der „sozialen Menschenrechte“ ableiten. (Armutskonferenz & Sozialrechtsnetz, 2021). Dennoch sind jedes Jahr zwischen rund 18.000-33.000 Haushalte in Österreich mit dem Schrecken eines Räumungsverfahren konfrontiert.[2] Ausgehend von der durchschnittlichen österreichischen Haushaltsgröße von 2,2 Menschen (Schöber, 2022, S.24) kann von 39.000 – 72.000 Betroffenen in Österreich ausgegangen werden. Im prä-pandemischen Jahr 2019 wurden österreichweit 4.580 Haushalte delogiert (zwangsgeräumt).[3] [4] Erneut ausgehend von der durchschnittlichen österreichischen Haushaltsgröße verlieren zwischen 7.000 – 10.000 Menschen jedes Jahr ihr Zuhause.[5]

Im Workshop beschäftigt wir uns einerseits mit Zahlen, Daten und Fakten, gehen der Frage nach warum es sich lohnt Wohnungen zu sichern und warum die Wohnungslosenhilfe sich verstärkt der Delogierungsprävention zu wenden sollte.

Außerdem soll der Raum für Diskussionen und Lösungsideen sowohl im großen als auch im kleinen geboten werden.


[1] Durchschnittliche Lebenserwartung für Männer in Österreich: 79,3 Jahre (2019) laut Statistik Austria (2019)

[2] Daten des Bundesministeriums für Justiz zu Delogierungen (Kündigungen, Räumungen) für die Jahre 2019-2023, aus einer persönlichen Kommunikation am 18.10.2023

[3] „Delogierung“ ist ein Synonym für „Zwangsräumung“

[4] Daten des Bundesministeriums für Justiz, aus einer persönlichen Kommunikation am 18.10.2023

[5] Eigene Berechnungen auf Grundlage von Daten des Bundesministeriums für Justiz, aus einer persönlichen Kommunikation am 18.10.2023

Angaben zu den Personen

Irene Reismüller, BA (FH Soziale Arbeit), Fachliche Leiterin Case Management (Wohnungssicherung im Wiener Gemeindebau)

Tätigkeitsbereiche: aufsuchende Delogierungsprävention/Wohnungssicherung, Existenzsicherung, Wohnungslosenhilfe & Sozialpsychiatrie, Fortbildungen & Vorträge

Bernhard Rubik, Mag. FH Sozialarbeit, Abteilungsleitung Case Management (Wohnungssicherung im Wiener Gemeindebau), Anti-Gewalt Trainer, Supervision und Coaching.

Tätigkeitsbereiche: Delogierungsprävention, Selbständiger Supervisor (OEVS), Fortbildungen & Vorträge „desorganisiert Leben“, „Delogierungsprävention“

www.supervisionaer.at

Weiterführende Informationen

Workshop 14 / Teil 1- Hans Peter Grass
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Abstract

Achtung max. Teilnehmer*innenzahl 18 Personen!

folgt

Angaben zur Person

Weiterführende Informationen

Workshop 15 / Teil 1- Samuel Laurent Kok
Klimakrise & Soziale Arbeit: Im Spannungsfeld theoretischer Apokalypsen und praktischer Potentiale

Abstract

Die Folgen der Klimakrise werden global und auch in Österreich immer stärker spürbar, damit einhergehend steigen auch die Bemühungen, Maßnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen um die Ziele des Pariser Klimaabkommens doch noch erreichen zu können.

Im ersten, apokalyptischen Teil des Workshops wird in einem kurzen Überblick auf den aktuellen Stand dieser Bemühungen (in ausgewählten Bereichen) eingegangen. Der zweite, theoretische Teil verknüpft prägnant die Profession Soziale Arbeit mit verschiedenen Dimensionen der Klimakrise und deren Folgen. Im dritten, praktischen Teil wird genauer auf den Bereich Wohnen eingegangen und der Zusammenhang von klimarelevanten und sozialen Herausforderungen dargestellt. Im vierten, offenen Teil kommen die Teilnehmer:innen nicht nur zu Wort, sondern entwickeln in Gruppen Handlungs- und Lösungsansätze zu davor identifizierten Problemstellungen. Ziel des Workshops ist es, auf Potentiale der Sozialen Arbeit in Bezug auf die Klimakrise hinzuweisne, auf ihre Folgen zu sensibilisieren und Handlungs- und Lösungsansätze zu gemeinsam identifizierten Problemen zu entwickeln. Der Fokus des Workshops liegt auf der österreichischen Ebene, auf andere Ebenen wird in Exkursen eingegangen.

Angaben zur Person

Samuel Kok, BA MA: Sozialarbeiter bei VinziDach- Housing First Salzburg und Projektmitarbeiter beim Forschungsinstitut IIBW- Immobilien, Bauen und Wohnen. „Den damit einhergehenden Theorie-Praxis-Transfer nutze ich für meinen Forschungsfokus: Die Verknüpfung von sozialen und klimarelevanten Faktoren im Bereich Wohnen.“

Weiterführende Informationen

Workshop 16 / Teil 1- Iris Kohlfürst
„Ja. Im Alltag wird´s oft schwierig“ – ethische Fragestellungen in der Praxis Sozialer Arbeit

Abstract

Soziale Arbeit ist eng mit Ethik bzw. Moral verbunden – so gibt die Professionsmoral unter anderem vor, wie sich Professionelle der Sozialen Arbeit ethisch korrekt verhalten sollten. Allerdings scheint es im Alltag oft schwierig, diese Vorgaben umzusetzen. Es kommt, vor allem auch im Kontext der Betreuung von Klient*innen, immer wieder zu ethischen Herausforderungen, sei es in Form von moralischen Dilemmasituationen oder Konflikten.

In diesem Seminar werden wir uns ethischen Fragestellungen mithilfe entsprechender theoretischer Grundlagen nähern und analysieren sowie mögliche Umgangsformen damit erarbeiten. Dabei stehen die gemeinsame Diskussion sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln bzw. den Handlungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Angaben zur Person

FH-Prof. in Dipl. Sozialpäd.in (FH) Mag.a  Dr.in Iris Kohlfürst, Professorin für Ethik und Methoden der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Oberösterreich. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen neben ethischen, theoretischen und methodischen Aspekten der Sozialen Arbeit im Bereich der Professionalisierung, Akademisierung und politischer Partizipation im Kontext der Sozialen Arbeit.

Iris.kohlfuerst@fh-linz.at

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Workshop 17 / Teil 1- Nedzad Mocevic
Macht, Haltung und Extremismusprävention

Abstract

In diesem Workshop reflektieren wir Machtverhältnisse, die im Kontext der Extremismus-Prävention entstehen können. Dabei diskutieren wir Aspekte wie Definitionshoheit über Begriffe: Wer definiert, was „extrem“ und was „normal“ ist? Wir wollen auch darauf schauen, was „Extremismus“ mit „uns“ zu tun hat und wie wir beim Versuch ihn zu bekämpfen ihn (eventuell) auch verstärken können. Und zu guter Letzt gehen wir darauf ein, wie Extremismus-Prävention Stigmatisierungen klassistischer und rassistischer Art verstärken kann und wie wir diesen ausweichen können.

Angaben zur Person

Nedžad Moćević ist Researcher am Department für Angewandte Sozialwissenschaften der FH-Salzburg und arbeitet für die Beratungsstelle Extremismus.

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Workshop 18 / Teil 1- Katrin Rossmann und Alexander Kuhnert
Selbstbewusst Macht Haltung

Abstract

Im Workshop wird gezeigt, wie es in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und persönlicher Herausforderungen durch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem SELBST gelingen kann, stabile professionelle Haltung(en) sowie professionelle Selbstermächtigung zu entwickeln. Zunächst werden aus den Blickwinkeln der Theorie der zwischenmenschlichen Beziehung nach C. Rogers und der Persönlichkeits-System-Interaktionen Theorie nach J. Kuhl die Entwicklung des SELBST und damit verbundene zentrale Aspekte, wie die Selbstbeobachtung, Selbstwirksamkeit, Kongruenz, Empathie und gelingende Beziehung, erörtert. Anschließend probieren die Teilnehmer*innen theoretisch-fundierte Methoden aus, die auf eine bewusste Selbststeuerung abzielen und mit denen alt(bewährt)e Muster und Haltung(en) sowie Verhaltensweisen ergänzt bzw. geändert werden (können). Abschließend wird gemeinsam reflektiert, inwiefern das Erlangen von Selbstbewusstsein und bewusster Haltung Professionist*innen in ihrem Handeln ermächtigt.

Angaben zur Person

Alexander Kuhnert ist Geograph, Sozialarbeiter, personzentrierter Psychotherapeut in freier Praxis und Mitarbeiter am Department Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Salzburg. Seine große Leidenschaft liegt im Erfahren, Leben und in der Unterstützung zwischenmenschlicher Beziehungen. Dies zeigt sich sowohl in seinen praktizierenden Professionen, als auch im Zusammenleben mit seiner fünfköpfigen Familie. Ganz besonders schätzt er das Zusammenwirken zwischen Sozialer Arbeit und der Psychotherapie sowohl am Department als auch in der psychotherapeutischen Praxis. Darüber hinaus ist er leidenschaftlicher Camper und liebt die Einfachheit des Lebens.

Katrin Rossmann ist Soziologin, Sozialarbeiterin, promovierte Erziehungswissenschaftlerin und zertifizierte PSI-Selbstmanagement- und Kompetenzberaterin. Als Sozialarbeiterin blickt sie auf eine mehrjährige Tätigkeit in der Sucht- und Straffälligenhilfe, der behördlichen Existenzsicherung sowie der Arbeitsmarktintegration zurück. Sie lehrt und forscht zu transformativer Bildung, sozialer Nachhaltigkeit sowie zur Professionsethik in sozialen Berufen. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich als Bewährungshelferin und Projektleiterin der Menschenrechtsschulen sowie -kindergärten in Salzburg.

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Workshop 19 / Teil 1- Robert Koglek
Digitale Horizonte: Die Zukunft der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld von Technologie, Ethik und Partizipation

Abstract

Ständig neue technologische Entwicklungen erfordern von der Sozialen Arbeit neben dem Erwerb digitaler Kompetenzen, die Auseinandersetzung mit potentiellen Veränderungen ihrer Handlungsfelder und den implizierten Auswirkungen auf die zukünftige Arbeit mit Adressat*innen.

Die Bereitschaft zu solchen vor allem disziplinübergreifenden Diskursen, ermöglicht der Sozialen Arbeit konkret bei der Entwicklung von Digitalisierungsaspekten ihrer Profession mitzuwirken und auf die durch Digitalisierung veränderten sozialen Problemlagen und Risiken zu reagieren.

Entscheiden für das Einnehmen einer offenen Haltung gegenüber Digitalisierung ist unter anderem das Bereitstellen von technischen und zeitlichen Ressourcen aber auch der Einbezug der der Sozialen Arbeit grundlegenden ethischen Standards. Gleichzeitig ist es notwendig, Adressat*innen und deren analogen und digitalen Lebenswelten in der Gestaltung einer dem digitalen Zeitalter angepassten Sozialen Arbeit, mit einzubeziehen. Dieser Workshop beschäftigt sich mit Betrachtungen von Zukunftsszenarien und den Möglichkeiten und Risiken einer digitalitätskompetenten Sozialen Arbeit zwischen individuellen Haltungen, Partizipationsansprüchen und ethischen Prinzipien.

Angaben zur Person

Robert Koglek MA MSc, ist Senior Lecturer am MCI Innsbruck. Ein zentrales Thema mit dem er sich beschäftigt ist Soziale Arbeit im digitalen Zeitalter. Er hat mehrere Jahre Erfahrung als Leitung in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, die seit mehreren Jahren Aspekte des virtuellen und digitalen Arbeitens in der Sozialen Arbeit implementiert hat. 

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Workshop 20 / Teil 1- Selbstvertreter*innen mit Michael Hanl-Landa und Anton Niederstrasser
Menschen mit Behinderung und Selbstbestimmung

Abstract

folgt

Angaben zur Person

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Mittagspause von 13:00 bis 14:00

TEXT

Nachmittag

14:00 – 15:30 – parallele Workshops:

Workshop 11 / Teil 2 – Bernard Mayaka:
How the philosophy of Ubuntu may contribute to ethical standards and on dealing with ethical challenges of Social Work practise

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Workshop 12 / Teil 2 – Birgit Bütow, Amancay Jenny, Anna-Maria Penetsdorfer
Gelingende(re) Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

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Workshop 13 / Teil 2 – Bernhard Rubik und Irene Reismüller
Wohnungssicherung: Lieber daheim bleiben.

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Workshop 14 / Teil 2 – Hans Peter Grass
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

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Workshop 15 / Teil 2 – Samuel Laurent Kok
Klimakrise & Soziale Arbeit: Im Spannungsfeld theoretischer Apokalypsen und praktischer Potentiale

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Workshop 16 / Teil 2 – Iris Kohlfürst
„Ja. Im Alltag wird´s oft schwierig“ – ethische Fragestellungen in der Praxis Sozialer Arbeit

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Workshop 17 / Teil 2 – Nedzad Mocevic
Macht, Haltung und Extremismusprävention

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Workshop 18 / Teil 2 – Katrin Rossmann und Alexander Kuhnert
Selbstbewusst Macht Haltung

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Workshop 19 / Teil 2 – Robert Koglek
Digitale und ethische Kompetenzen für Sozialarbeiter*innen (Arbeitstitel)

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Workshop 20 / Teil 2 – Selbstvertreter*innen mit Michael Hanl-Landa und Anton Niederstrasser
Menschen mit Behinderung und Selbstbestimmung

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Kaffeepause & Austausch 15:30 bis 15:45

TEXT

15:45 -16:45 Abschlussvortrag

Tobias Kindler & Dieter Kulke:
Politisches Handeln in der Sozialen Arbeit – Möglichkeiten und Grenzen der Bearbeitung ethischer Herausforderungen

Abstract

Die Praxis Sozialer Arbeit sieht sich oft mit ethischen Fragen, Problemen und Dilemmata konfrontiert. Ethik, angefangen von ethischen Theorien über typische ethische Fragestellungen bis hin zur praktischen ethischen Fallarbeit, hat daher einen festen Platz im Studium der Sozialen Arbeit und gewinnt auch in der Weiterbildung und Praxis zunehmend an Bedeutung. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ethische Herausforderungen keinesfalls nur aus den individuellen Lebensumständen der Adressat:innen resultieren, sondern oftmals an der Schnittstelle zwischen gesellschaftlichen Regelungen und sozialarbeiterischen Arbeitsbedingungen entstehen. Mit Blick auf diesen politischen Aspekt ethischer Fragestellungen wird im Vortrag diskutiert, inwiefern Policy Practice und politische Soziale Arbeit dazu beitragen können, ethische Herausforderungen auf struktureller Ebene zu bearbeiten.

Angaben zu den Personen

Tobias Kindler, M.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der OST – Ostschweizer Fachhochschule und Doktorand an der Hebrew University of Jerusalem. Er beschäftigt sich in Forschung und Lehre schwerpunktmässig mit der politischen Dimension Sozialer Arbeit.

Dieter Kulke, Prof. Dr., ist Professor für Soziologie an der THWS – Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt und Leiter des Vertiefungsbereichs Soziale Arbeit und Behinderung. Er arbeitet in Lehre, in Forschung und als dritter Mission in der Verflechtung mit der Gesellschaft vor allem an den Themen Politische Soziale Arbeit, Inklusion und Ethik.

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16:45 Staffelübergabe an das Bundesland Kärnten und Tagungsende

Updates zur BUTA 2024

UNTERKÜNFTE:

Salzburger Kolleg*innen empfehlen folgende preisgünstige Unterkünfte in Salzburg Stadt:

Hotel Via Roma (www.viaroma.at)

Pension Pamina (www.pensionkatrin.at)

Jufa Hotel Salzburg City (www.jufahotels.com).

Priesterseminar (https://gaestehaus-priesterseminar-salzburg.at)

Motel One Salzburg mit 2 Standorten (www.motel-one.com)

in der Nähe der FH:

Kirchenwirt (www.kirchenwirt.at)

Pension David (www.pensiondavid.at)

Lacknerhof Puch (www.lacknerhof-puch.at)

Stand des Tagungsprogramms vom 23.12.2023. Es wird laufend ergänzt und aktualisiert.

ÖSTERREICHISCHER BERUFSVERBAND DER SOZIALEN ARBEIT