FAQ – Häufig gestellte Fragen

Im Zuge einer Umfrage (vielen Dank an das aktive Mitglied: Christian Bergmann!) hat sich dieser FAQ-Fragebogen ergeben.
Wenn du zusätzliche Fragen hast, kontaktiere uns gerne: soziale.arbeit@obds.at

(Hier kommst du zur quantitativen Befragung und Analyse zu den FAQ’s des OBDS!

Was ist der obds eigentlich?

Der obds ist der österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit. Er ist als Verein organisiert und vertritt die Interessen seiner Mitglieder in den Bereichen Berufspolitik und Sozialpolitik. Alle Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen können ordentliche Mitglieder im obds werden.

Was ist die Zielsetzung des obds?

Ziel des obds ist es, seine ordentlichen Mitglieder, das heißt Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen aus ganz Österreich und deren berufspolitische und sozialpolitische Interessen, zu vertreten und sich im Sinn des Auftrags von Sozialer Arbeit entsprechend der geltenden internationalen Definition und ihres ethischen Fundaments für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen.

Was sind die Tätigkeiten des obds?
Wie vertritt er die Interessen seiner Mitglieder?

Das Spektrum der Tätigkeiten ist weit gefasst. Der obds bietet seinen Mitgliedern ein umfassendes Mitgliederservice an, verfasst Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen mit Relevanz für die Soziale Arbeit und nimmt an aktuellen politischen Diskursen teil. Der obds vernetzt sich national und international im Feld der Sozialen Arbeit und ist Mitglied des IFSW (International Federation of Social Work). Der obds tritt dafür ein, professionelle Soziale Arbeit zu stärken und ihre Bedeutung für eine solidarische Gesellschaft herauszustreichen.

 

Wie finanziert sich der obds? Ist er unabhängig?

Der obds als Österreichischer Berufsverband der Sozialen Arbeit ist eine freiwillige Interessensvertretung von Fachkräften der Sozialpädagogik und Sozialarbeit in Österreich. Er ist als Verein organisiert und finanziert sich vorwiegend über Mitgliedsbeiträge. Damit hat der obds die Möglichkeit politisch unabhängig zu agieren und berufspolitische sowie sozialpolitische Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und sich für eine solidarische Gesellschaft zu engagieren. Je mehr Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen Mitglieder des obds sind, desto mehr Mittel kann der Berufsverband einsetzen und zur Stärkung der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit beitragen!

 

Ich habe eine Frage zum obds – an wen wende ich mich?

Als obds Mitglied können Sie sich mit allen Fragen zum obds an die Sprecher*innen der Landesteams oder an Vorstandsmitglieder in Ihrem Bundesland wenden. Das bietet sich vor allem dann an, wenn sich die Fragen auf regionale Vernetzungen, Aktionen und Arbeitsschwerpunkte beziehen oder Sie an regelmäßigen Vernetzungstreffen auf regionaler Ebene teilnehmen möchten. Der Fachbereich Soziale Arbeit steht für Anfragen zum obds und zur Sozialen Arbeit zur Verfügung.Nichtmitglieder haben die Möglichkeit einer einmaligen Auskunft. Mitglieder des obds profitieren von persönlicher Beratung und weiterführender Unterstützung.

 

Ich habe eine Frage zu Berufspolitik / Sozialpolitik / Sozialer Arbeit im Allgemeinen.

Mitglieder des obds können sich bei allen Fragestellungen und Themen, die die Soziale Arbeit betreffen, an den obds, insbesondere an den Fachbereich Soziale Arbeit, wenden. In einem gemeinsamen Gespräch wird die Fragestellung und das Thema eingegrenzt. Bei Fragestellungen, die wir selbst nicht beantworten können oder für der obds nicht der richtige Ansprechpartner ist, bemühen wir uns, an Ansprechpartner*innen außerhalb des obds zu verweisen. Gerne tragen wir auch zur Vernetzung zwischen obds Mitgliedern bei, die sich zu einzelnen Themen ode Fragestellungen austauschen möchten.

Bei allen Fragen zu Lohn- und Gehalt sowie zum Dienstrecht sind Betriebsrät*innen,Personalvertreter*innen, Arbeiterkammer oder Gewerkschaften meist die richtigen Ansprechpartner*innen. Diese kennen sowohl die aktuellen Dienstverträge und haben umfassendes Wissen zu Arbeitsrecht und Kollektivvertrag. Sollten obds Mitglieder sich nicht sicher sein, an wen sie sich wenden können oder aus irgendwelchen Gründen die Unterstützung der genannten Organisationen nicht annehmen wollen, unterstützen wir gerne beim Klärungsprozess!

 

Warum behandelt der obds nicht das Thema X vorrangig?

Der obds verfügt über beschränkte Ressourcen und setzt Schwerpunkte nach eigenem Ermessen. Er ist dabei auch darauf angewiesen, Informationen über relevante Themen und Entwicklungen von seinen Mitgliedern zu erhalten, da trotz umfassender Medienbeobachtung nicht alle Informationen aus jedem Bundesland im Büro einlangen. Sollte es ein Thema geben, dass Sie besonders beschäftigt, nehmen Sie als Mitglied des obds Kontakt mit uns auf, nehmen Sie an den Jour Fixe Treffen teil und versuchen wir gemeinsam Lösungen und Strategien zu entwickeln!

 

Ich bin im Ruhestand bzw. in Pension. Warum soll ich weiterhin Mitglied des Berufsverbandes bleiben?

Der obds finanziert sich zum überwiegenden Teil durch Mitgliedsbeiträge. Durch einen (an die Höhe der Pension) angepassten Mitgliedsbeitrag können Sie weiterhin dazu beitragen, Soziale Arbeit zu stärken sowie den obds darin zu unterstützen sich aktiv für Sozialpolitik und Berufspolitik einzusetzen. Bei Fragen zur Höhe des Mitgliedsbeitrags nach Pensionsantritt senden Sie bitte eine Email an service@obds.at

Vielleicht bietet Ihnen der Ruhestand aber auch die Möglichkeit, sich verstärkt freiwillig zu engagieren. Der obds freut sich über Mitglieder, die sich kontinuierlich zu einzelnen Themen, in Arbeitsgruppen oder in Vernetzungsgremien auf nationaler und internationaler Ebene engagieren können und wollen. Bei Interesse oder für mehr Informationen senden Sie bitte eine Email an soziale.arbeit@obds.at.

 

Ich möchte mich aktiv engagieren bzw. den obds kennenlernen, ohne Mitglied zu werden. Ist das möglich?

Der obds freut sich auch über punktuelle Unterstützung durch Nichtmitglieder(z.B. Verbreitung von Informationen des obds, Mitwirkung bei Veranstaltungen des obds,…). Ein Kennenlernen von Vertretr*innen des obds ist einerseits bei Veranstaltungen an Ausbildungsstätten Sozialer Arbeit (besonders für Studierende) möglich. Auch an facheinschlägigen Tagungen und Vernetzungen oder auch Onlineveranstaltungen,die vom obds organisiert werden, nehmen Vertreter*innen des obds teil. Wir bitten um Verständnis, dass eine Teilnahme an regelmäßig stattfindenden, nichtöffentlich ausgeschriebenen Veranstaltungen, wie z.B. dem Jour Fixe der Aktiven oder Generalversammlungen nicht möglich ist!

Der obds würde sich freuen, Sie als neues Mitglied begrüßen zu können und im ersten Jahr Ihres Beitrittes von seinen Leistungen überzeugen zu können. Für den Fall,dass dies nicht gelingt, steht Ihnen bis 3 Monate vor Jahresende frei, die Mitgliedschaft wieder zu beenden.

 

Ich möchte (wieder) Mitglied im obds werden. Wie geht das?

Klicken Sie auf der Homepage auf den Button „Mitglied werden“ und füllen Sie das entsprechende Formular aus. Sie erhalten dann ein Email mit Informationen zum weiteren Ablauf. Auch wenn Sie bereits früher Mitglied waren, aber ausgetreten sind bzw. die Mitgliedschaft „ruhend“ gestellt haben, ersuchen wir um Neuanmeldung!

 

Meine obds hinterlegten Daten stimmen nicht (mehr). Was soll ich tun?

Bitte senden Sie ein Email an service@obds.at.Wir berichtigen dann die hinterlegten Stammdaten in der Mitgliederdatenbank.Eine Möglichkeit zur „Selbstverwaltung“ der eigenen Daten ist geplant. Sollten Sie noch nicht Ihre Email Adresse bekannt gegeben haben, holen Sie das bitte so rasch wie möglich nach. Kommunikation per Email kann rascher und effizienter erfolgen, sie erfordert sowohl weniger Arbeitskosten als auch Sachkosten,schont die Umwelt und schützt das Klima!

 

Was sind die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des obds?

Da in Österreich das Ziel einer Absicherung der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit durch ein bundeseinheitliches Berufsgesetz noch nicht erfolgt ist, setzt sich der obds besonders für die Schaffung eines entsprechenden Gesetzes ein. Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit über die Ziele und Inhalte Sozialer Arbeit, ihrer Bedeutung für den Sozialstaat und die Notwendigkeit einer entsprechenden qualifizierten Ausbildung auf tertiärem Niveau stellt einen weiteren Arbeitsschwerpunkt dar,der vor allem auch durch den jährlich stattfindenden World Social Work Day verfolgt wird.

 

Die Zeitschrift SIÖ und der obds – ist das nicht dasselbe?

Der obds ist Herausgeber der Zeitschrift SIÖ: Die Zeitschrift selbst richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit. Mitglieder des obds erhalten im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ein kostenloses Exemplar der Zeitschrift. Für alle anderen natürlichen und juristischen Personen ist ein Abonnement der Zeitschrift zu den gültigen Abobedingungen möglich. Mit einem Abonnent der Zeitschrift unterstützen Sie den Diskurs zu Sozialer Arbeit in Österreich und den Herausgeber. Die Zeitschrift SIÖ erhält Zuschüsse durch die Presseförderung. Damit ist die Zeitschrift auch an die daran geknüpften Vorgaben gebunden. Künftig soll bei Interesse an einem Abonnement auch ein Formular auf der Homepage bereitstehen. Bis dahin richten Sie für Aboanfragen ein Email an service@obds.at.

 

Ich möchte in der Zeitschrift SIÖ inserieren.

Wir freuen uns über Inserate aus dem Feld der Sozialen Arbeit. Die entsprechende Preisliste sowie die konkreten Anforderungen können Sie auf der Homepage abrufen. Für Fragen nehmen Sie unter service@obds.atKontakt mit uns auf.

 

Ich möchte gerne einen Artikel in der Zeitschrift publizieren.

Die Redaktion des obds freut sich über zugesandte Beiträge, behält sich aber das Recht vor, sie abzulehnen oder zu kürzen. Abhängig davon, ob der von Ihnen vorgeschlagene Beitrag zum Themenschwerpunkt der Ausgabe oder zu einem anderen relevanten Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit passt, wird Ihnen die Redaktion sowohl den möglichen Zeichenumfang als auch einen Vorschlag für die Ausgabe der Veröffentlichung unterbreiten. Bitte nehmen Sie Kontakt mit redaktion@obds.at auf.

 

Gibt es eine Fortbildungspflicht in der Sozialen Arbeit? Welche Fortbildungen werden anerkannt?

Da es kein bundeseinheitliches Berufsgesetz für die Soziale Arbeit, gibt es keine einheitlichen Regelungen bezüglich Fortbildungspflichten. Regelungen (und etwaige Verpflichtungen) finden sich in den Kollektivverträgen (z.B. SWÖ KV)oder in Betriebsvereinbarungen bzw. in Dienstverträgen. Ob und welche Veranstaltungen als Fortbildungen gemäß der oben genannten Regelungen genau in Ihrem Fall anerkannt werden, entscheidet zumeist der Dienstgeber / die Dienstgeberin. Eine Bewertung von Fortbildungen nach einem Punktesystem (analog zu Fortbildungen von Ärzt*innen oder Psycholog*innen) existiert derzeit nicht. Das eröffnet Ihnen die Möglichkeit, in Absprache mit Ihrem Dienstgeber*in jene Fortbildungen auszuwählen, die für Sie von unmittelbarem Interesse sind.
Der obds befürwortet eine laufende Fortbildung auch von ausgebildeten Fachkräfte nder Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund der Sicherung von Qualität und des Aufgreifens aktueller Entwicklungen in Profession und Disziplin.

 

Wie finde ich die passende Fortbildung?

Im Newsletter des obds finden sich eine (nicht vollständige) Auflistung von Tagungen und Veranstaltungen, die für Fachkräfte der Sozialen Arbeit relevant sein können. Zusätzlich bieten privatwirtschaftlich organisierte Organisationen, die oft im Nahebereich von Fachhochschulen stehen, Fort- und Weiterbildungen an.Auch Dachverbände im Feld sowie Fachgesellschaften veranstalten Fachtagungen.Größere Organisationen bieten oft eigene Fortbildungsprogramme für die Mitarbeitenden an, die u.U. auch externen Personen offen stehen.

 

Woran kann ich erkennen, ob eine Ausbildung in Sozialer Arbeit den internationalen Standards der Weltverbände IASSW und IFSW entspricht?

Die beiden internationalen Organisationen IASSW und IFSW haben im Jahr 2020 mit der englischsprachigen Publikation „Global Standards for Social Work Education and Training“[i] ein Handbuch herausgegeben, das – aufbauend auf der globalen Definition der Sozialen Arbeit – Kerninhalte des Curriculums umreißt, sowie Forschungsaufgaben und Überlegungen zur Profession genauso wie zur Qualifizierung der Lehrenden anstellt.

Es besteht Konsens darüber, dass Ausbildungen sowohl Theorien und Geschichte der Sozialen Arbeit als auch Methoden und Verfahrensweisen sowie Praktika im Ausmaß von mindestens 550 Stunden enthalten sollen. Die Möglichkeit zum Transfer der Lernerfahrungen und Praxisreflexionen auf individueller und auch auf Gruppenebene sind vorzusehen.


[i] IASSW IFSW (2020): Global Standards for Social Work Training & Education. URL: https://www.iassw-aiets.org/wp-content/uploads/2020/11/IASSW-Global_Standards_Final.pdf (Zugriff: 30.05.2022).

 

Wo finde ich offene Stellen im Feld der Sozialen Arbeit?

Der Arbeitsmarkt im Bereich der Sozialen Arbeit ist verdeckt. Nur ein Bruchteil der offenen Stellen sind über das AMS ausgeschrieben. Viele Stellen werden am „verdeckten“bzw. „grauen“ Arbeitsmarkt vergeben. Dazu zählen sowohl die Jobbörse des obds als auch viele einschlägige Plattformen und Jobportale im Internet, die Karriereportale der Fachhochschulen und Emailverteiler mit einschlägigen Stelleninseraten. Vereinzelt finden sich Stellenanzeigen in Tages- bzw.Wochenzeitungen. Ein guter Anhaltspunkt sind auch Homepages großer Organisationen, die ebenfalls über offene Stellen durch eigene Newsletter bzw.auf eigenen Bereichen auf ihrer Homepage informieren. Stellen im Bereich behördlicher Sozialer Arbeit werden meist auf den Portalen des jeweiligen Bundeslandes ausgeschrieben.

 

Ich möchte ein Inserat in der Jobbörse des obds schalten.

Der obds ermöglicht das Schalten von Inseraten auf seiner Homepage zu den aktuell geltenden Konditionen. Voraussetzung für eine Annahme des Inserats ist,das die Stelle den fachlichen Anforderungen für Sozialarbeit bzw.Sozialpädagogik entspricht und angemessen entlohnt ist. Der obds sieht sein Angebot als zusätzliches Angebot um gezielt Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu erreichen, die einen Bezug zum obds aufweisen oder über berufs- bzw. sozialpolitisches Engagement verfügen und daher den Newsletter des obds abonnieren.
Um den Bedarf an Fachkräften der Sozialen Arbeit sichtbar zu machen, ersucht der obds Arbeitgeber*innen, offene Stellen zusätzlich dem AMS zu melden. Diese Kennzahlen des AMS werden vielfach zur Prognose des Personalbedarfs sowie der notwendigen Ausbildungsplätze herangezogen.

 

Welche Ausbildungen gibt es im Gesundheits- und Sozialbereich?“

Es gibt in Österreich viele unterschiedliche Ausbildungen und auch Weiterbildungen und Lehrgänge. Einen ersten Überblick erhältst du in der Broschüre des AMS. Dort sind Kurzbeschreibungen zu den Berufen, die zur Sozialen Arbeit zählen, nämlich Sozialpädagogik und Sozialarbeit enthalten.

https://www.ams.at/arbeitsuchende/aus-und-weiterbildung/berufsinformationen/ams-broschueren-berufe#soziales

 

Steht der obds in Konkurrenz zu anderen Organisationen und Institutionen?

Nein. Als Berufsverband, der die Fachkräfte der Sozialen Arbeit vertritt, steht der obds in Austausch und kooperiert mit anderen Organisationen, Institutionen sowie Fachgesellschaften im Sozialbereich. Der obds vertritt den Standpunkt,dass nur geschlossenes Auftreten der Sozialen Arbeit nach Außen es ermöglicht,ihre Relevanz in der Öffentlichkeit darzustellen. Die Tatsache, dass unterschiedliche Stakeholder im Feld der Sozialen Arbeit unterschiedliche Sichtweisen vertreten oder Fragen unter anderen Gesichtspunkten betrachten, zeigt die Vielfalt im Feld der Sozialen Arbeit.

Wie ist der obds aufgebaut?

Der obds wird durch den Vorstandsvorsitzenden Marco Uhl und seine Stellvertreterin Cornelia Forstner gemäß seiner Statuten nach außen vertreten. obds Mitglieder in jedem österreichischen Bundesland haben das Recht den / die Vertreter*in im Vorstand für ihr Bundesland zu wählen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Bundesländer mit Ausnahme des Burgendlands im Vorstand vertreten. In fast allen Bundeländern existiert ein Team engagierter obds Mitglieder, das als Landesteam – formal durch eine*n Landessprecher*in vertreten – auf regionaler und lokaler Ebene als Ansprechpartner*in für Kolleg*innen und die Öffentlichkeit dient, an Veranstaltungen teilnimmt und den obds vertritt. Alle Funktionen auf Ebene des Vorstandes und der Landesteams werden von engagierten Mitgliedern freiwillig und unentgeltlich übernommen.
Im Büro in Wien sind angestellte Mitarbeiterinnen beschäftigt, die die Arbeit des obds inhaltlich steuern, für das Mitgliedermanagement und die Kontakte mit den Mitgliedern verantwortlich sind, sich vernetzen und berufspolitische sowie sozialpolitische Grundlagenarbeit leisten.
Auch die Chefredaktion des SIÖ ist auf Basis eines Angestelltendienstverhältnisses beschäftigt. Einzelne Leistungen werden von Honorarkräften übernommen.

Welche Vorteile habe ich von einer Mitgliedschaft im obds?

Der obds bietet seinen Mitgliedern eine Reihe von Vorteilen, zu diesen gehören:

  • Kostenfreie Zusendung der Zeitschrift SIÖ 4x / jährlich
  • Information über aktuelle Entwicklungen in der Sozialen Arbeit aus erster Hand durch Newsletter und persönliche Anschreiben per Email
  • Persönliches und kompetentes Mitgliederservice bei Fragen zu Beruf, Studium und Fachthemen Sozialer Arbeit
  • Möglichkeit zur fachlichen Vernetzung und zum Austausch mit Personen aus Praxis, Lehre und Forschung – regional und österreichweit
  • Möglichkeit zur Mitarbeit an Positionspapieren, Stellungnahmen sowie Grundlagendokumenten der Sozialen Arbeit
  • Kostenlose bzw. kostengünstige Teilnahme an Veranstaltungen, die vom obds organisiert werden (Mitglieder Jourfixe, Diskussionsveranstaltungen, Tagungen,…)
  • Aktives und passives Wahlrecht in der Generalversammlung des obds und Möglichkeit zur Mitsteuerung der Ausrichtung des obds

Der obds bemüht sich, sowohl Online Angebote als auch Raum für persönlichen Austausch und Vertretung zu bieten. Damit wollen wir sicherstellen, dass alle Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen unabhängig von ihrem Wohnort vom obds profitieren können.

Der obds ist Mitglied von weiteren Organisationen wie z.B. der Armutskonferenz, dem European Social Netzwerk sowie von IFSW Europe und IFSW Global. Der obds vertritt auch in diesen Foren Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen aus Österreich und nutzt diese Plattformen für Austausch, zur Vernetzung und zur Schaffung von Bewusstsein für die Anliegen der Profession.

Ich bin berufstätig und möchte mich nicht aktiv im obds engagieren. Warum soll ich trotzdem Mitglied werden?

Der obds als freiwillige Organisation seiner Mitglieder finanziert sich zum überwiegenden Teil durch Mitgliedsbeiträge. Durch die Mitgliedsbeiträge werden unter Anderen die angestellten Mitarbeiterinnen im Fachbereich Soziale Arbeit sowie die Büroinfrastruktur finanziert. Ohne diese finanzielle Absicherung ist es dem obds nicht möglich kontinuierlich und professionell die Interessen der Berufsgruppen nach außen zu vertreten und nach innen Austausch und Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten. Durch regelmäßiger Zahlung des Mitgliedsbeitrags kann jede Fachkraft der Sozialen Arbeit dazu beitragen, die Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit zu stärken!

Warum soll gerade ich als Studierende*r Mitglied des obds werden?

Bereits während des Studiums können Sie durch die Vernetzungsmöglichkeiten, die der obds bietet und den leichten Zugang zu Wissen und Expert*innen aus dem Feld der Sozialen Arbeit, profitieren. Ebenso werden richtungsweisende Entscheidungen, die für Ihre weitere berufliche Tätigkeit hoch relevant sind, laufend – auch unter Einbeziehung des obds – getroffen.

Es ist dem obds ein Anliegen, Studienenden der Sozialen Arbeit die bestmögliche Unterstützung zu bieten, um einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Der obds profitiert von aktuellem Fachwissen, dass Studierende durch ihre theoretische Auseinandersetzung mit Sozialer Arbeit und ihren Erfahrungen, die sie in Praktika gemacht haben, einbringen. Diese Informationen und der Austausch sind hoch relevant für das Erkennen von berufspolitischen Herausforderungen im Feld!

Ich möchte mich aktiv im obds engagieren. Welche Möglichkeiten gibt es?

Der obds als Mitgliederverband lebt vom freiwilligen Engagement von Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen! Wir freuen uns über alle, die punktuell oder längerfristig Zeit und Energie haben, im und für den obds tätig zu sein. Die einfachste Möglichkeit, Dich für den obds zu engagieren, ist, den obds bekannter zu machen. Teile Informationen des obds auf Deinen Kanälen, beteilige Dich an Umfragen oder Diskussionen und sprich Kolleg*innen auf den obds an.Gerne stellen wir auf Anfrage Broschüren zum Auflegen zur Verfügung.
Punktuelle Unterstützungsmöglichkeiten (z.B. bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, im Rahmen des WSWD,…) sind auch ohne Mitgliedschaft im obds möglich.Längerfristiges freiwilliges Engagement setzt eine aufrechte Mitgliedschaft im obds und – bei Übernahme konkreter Aufgaben – ein hohes Maß an Verbindlichkeit voraus. obds Mitglieder, die Interesse daran haben im obds „aktiv“ zu werden,wenden sich am besten per Email an soziale.arbeit@obds.at. Sie werden dann zu den monatlich stattfindenden Treffen der Aktiven eingeladen, und die es ermöglichen, Vorstandsmitglieder und Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Soziale Arbeit kennen zu lernen.

Ich bin Gewerkschaftsmitglied. Bin ich damit nicht „automatisch“ Mitglied beim obds?

Nein. Gewerkschaftliche Solidarität ist gerade im Gesundheits- und Sozialbereich wichtig. Abhängig von Ihrer konkreten beruflichen Tätigkeit sind Sie Mitglied bei jeweils unterschiedlichen Gewerkschaften, die im ÖGB zusammen geschlossen sind – aber zum Teil auch sich widersprechende Positionen vertreten.
Der obds als Berufsverband der Sozialen Arbeit vertritt Fachkräfte auf Grundlage ihrer Zugehörigkeit zur Profession und nicht entsprechend ihrer Zuordnung zu einzelnen Arbeits- bzw. Tätigkeitsfeldern wie es die Gewerkschaft tut. Die Schwerpunktsetzungen der Tätigkeiten sind somit andere, auch wenn es in vielen Bereichen inhaltliche Übereinstimmungen mit gewerkschaftlichen Forderungen gibt.
Eine Vereinbarung des obds mit einzelnen Teilgewerkschaften, die Mitgliedsbeiträge von Kolleg*innen gesammelt an den obds überweisen, existiert derzeit nicht.

Ich bin auch in anderen Verbänden Mitglied. Ist das ein Problem?

Nein. Viele Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind zusätzlich zu ihrer Mitgliedschaft im obds auch Mitglied anderer Fachgesellschaften oder in anderen Berufsverbänden (z.B. ÖVS,..).

Was hat der obds bis jetzt erreicht?

Der obds hat in seiner über 100 jährigen Geschichte viele Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen abgegeben und auch an der Diskussion zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit mitgewirkt. In wichtige Entwicklungsprozesse (z.B. imÜ bergang von Sozialakademien zu Fachhochschulen) hat der obds mitgewirkt. Der obds gibt seit 1967 die Zeitschrift SIÖ heraus. Damit macht er aktuelle Diskurse im Feld der Sozialen Arbeit für Interessierte zugänglich und fördert Austausch und Diskussion. Der obds ist Mitglied des IFSW. In diesem Rahmen vernetzt er sich – stellvertretend für die Soziale Arbeit in Österreich – mit Kolleg*innen aus der ganzen Welt und erhält wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Profession.
Von den zuständigen Ministerien, aber auch von Gewerkschaften und Arbeiterkammer wird der obds als Berufsverband der Sozialen Arbeit als wichtiger Gesprächspartner anerkannt.
Mit allen Stellungnahmen und Vorschlägen, die der obds öffentlich verbreitet bezieht er eindeutig Position für Soziale Arbeit. Damit ist und bleibt der Berufsverband eine wichtige Stimme wenn es darum geht für eine solidarische Gesellschaft einzutreten.

Was genau soll in einem bundeseinheitlichen Berufsgesetz stehen?

Ein bundeseinheitliches Berufsgesetz soll  viele – derzeit offene – Fragen im Feld der Sozialen Arbeit. Zum Beispiel soll darin geregelt werden:

  • Welche Ausbildungen als Qualifikationsvoraussetzungen anerkannt werden um sich als „Sozialpädagogin“ bzw. „Sozialarbeiterin“ zu bezeichnen. (Das bedeutet gleichzeitig auch, dass Personen ohne einschlägigen Studienabschluss sich nicht länger als Sozialarbeiter*in oder bezeichnen dürfen oder Sozialarbeit anbieten dürfen).
  • Ob und welche Bereiche im Feld der Sozialen Arbeit unter einen Tätigkeitsvorbehalt bzw. Berufsvorbehalte fallen, das heißt die ausschließlich von Fachkräften der Sozialen Arbeit mit einschlägig anerkannter Ausbildung erbracht werden dürfen. Damit wird es möglich die Tätigkeitsbereiche von Sozialer Arbeit und anderen Berufen wie Psychologie, Psychotherapie,Supervision, Pflege, Community Nursing,… im Sinn einer gelingenden Kooperation gegeneinander abzugrenzen.
  • Welche Inhalte in Ausbildungen vermittelt werden müssen, um Personen entsprechend zu qualifizieren und welchen formalen Anforderungen die Ausbildungen entsprechen müssen.
  • Wie die gegenseitige Anerkennung beruflicher Ausbildungen in Österreich und im EU Ausland geregelt ist. (Das bedeutet zum Beispiel auch, dass eine Person mit einem Abschluss in einem anderen europäischen Staat auch in Österreich als Fachkraft anerkannt wird oder dass Personen, die in Österreich Ausbildungen absolviert haben, auch in anderen Staaten als Fachkräfte anerkannt werden).
  • Wie Qualität in der Sozialen Arbeit gesichert werden kann (z.B. durch verpflichtende Fort- und Weiterbildungen)
  • Welche menschenrechtlichen und ethischen Standards für Soziale Arbeit gelten und wie sichergestellt werden soll, dass diese eingehalten werden.
  • Unter welchen Voraussetzungen selbstständige Tätigkeit für Personen mit einer Ausbildung in Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik auch ohne Anmeldung eines Gewerbes möglich ist.
  • Welche Möglichkeiten Adressat*innen der Sozialen Arbeit haben, um sich im Fall einer subjektiv wahrgenommenen nicht fachgerechten Beratung bzw. Betreuung zu beschweren bzw. Klärung zu erhalten.

Warum gibt es in Österreich noch kein bundeseinheitliches Berufsgesetz?

Die Gründe dafür sind vielfältig. Erstens sind die Berufsgruppen der Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen zahlenmäßig klein. Zweitens verfügen weder die Berufsgruppen, noch die Adressat*innen von Sozialer Arbeit über großen politischen Einfluss. Auch die interne Differenzierung im Feld der Sozialen Arbeit und die föderalistische Struktur Österreichs hat in den letzten Jahrzehnten eine rasche Umsetzung behindert.
Der obds als Berufsverband setzt sich seit 1987 (!) für ein einheitliches Berufsgesetz ein. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden die entsprechenden Text-und Gesetzesvorschläge immer wieder adaptiert und angepasst. Immer wieder gab und gibt es Signale der Politik, ein Berufsgesetz umsetzen zu wollen und gleichzeitig auch starke Vorbehalte einzelner Stakeholder, die ein Gelingen bis jetzt verhindert haben.

Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand?

Im aktuellen Regierungsprogramm der Österreichischen Bundesregierung ist festgehalten:„Sozialarbeit: Ziel der Erarbeitung eines bundes­einheitlichen Berufsgesetzes für soziale Arbeit in Zusammenarbeit mit den Ländern“.  (Quelle: Bundeskanzleramt (2020): Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020 – 2024. Wien.: 182)
Der obds ist mit dem für die Vorbereitung der Umsetzung zuständigen Bundesministerium für Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz in Austausch und bemüht sich um eine Umsetzung des Vorhabens.Über aktuelle Entwicklungen berichtet der obds in Newslettern und Aussendungen.

Was sind die Unterschiede zwischen Berufsgesetz und Berufsbild?

Im Gegensatz zu einem Berufsgesetz hat das Berufsbild zum Ziel sowohl die Tätigkeiten als auch die Werthaltungen sowie die Zugänge zu den Berufen im Felder Sozialen Arbeit darzustellen. Ziel eines Berufsbildes ist es, einen Orientierungsrahmen sowohl für Angehörige der Profession als auch für interessierte Außenstehende und Stakeholder zu vermitteln. Es soll darstellen, was Soziale Arbeit ist, in welchen Bereichen Fachkräfte der Sozialen Arbeit tätig sind und was die Grundlagen ihrer Arbeit sind. Ein Berufsbild kann als gemeinsame Basis eines Verständnisses der Profession dienen und damit ein Berufsgesetz ergänzen –aber niemals ersetzen.

Wie hoch ist das Gehalt für Sozialpädag*innen bzw. Sozialarbeiter*innen?

Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen sind – abhängig davon, in welchem Bundesland und für welchen Träger sie tätig sind – vielen verschiedenen Gehaltsschemata unterworfen. Es gibt unterschiedliche Kollektivverträge, die zur Anwendung kommen können und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Einstufung von Fachkräften mit sich bringen. Sowohl auf Ebene der Kollektivverträge als auch bei gesetzlichen Verordnungen erfolgt eine Einstufung nach den „Tätigkeiten“,die eine Person erbringt und nicht auf Basis ihrer Qualifikation.
Immer wieder werden an Gewerkschaften, Arbeiterkammer und obds Beispiele von Kolleg*innen herangetragen, bei denen die Einstufung nicht nachvollziehbar sind.In diesen Fällen wenden Sie sich bitte an Betriebsrät*innen, Personalvertretung oder Arbeiterkammer um Klärungen herbei zu führen. Der obds unterstützt Mitglieder gerne mit fachlichen Argumenten!

Ich will Information in Einfacher Sprache.

Es gibt keine Information in Einfacher Sprache. Das findet auch der obds schade. Wenn Sie in einfache Sprache übersetzen können, ist das toll. Bitte, melden Sie sich. Schreiben Sie eine Email. Die Adresse ist soziale.arbeit@obds.at.

Why is there only information in German?

If you wish to contribute to the quality of the Webpage or the FAQ’s by translating the content, obds would be very grateful. Please write an email to soziale.arbeit@obds.at.
For specific questions (i.e. for research or international cooperation)please also send an email to the address listed above.

ÖSTERREICHISCHER BERUFSVERBAND DER SOZIALEN ARBEIT